Textgröße / Kontrast

Größer  Kleiner     Orange/Schwarz  Weiß/Blau
 
„Mobilität ohne Barrieren“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Klimabündnis Tirol, dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige, der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol/Abteilung Mobilität und dem Land Tirol, kofinanziert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung - INTERREG IV A Italien Österreich, sowie im Rahmen des Programms zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit Tirols 2007-2013, „Stärke durch Vielfalt“.
deutsch | italiano

E-Bike Genusstouren in Kaltern und Umgebung

Wie kann man Elektromobilität im Kleinen fördern? Im Mobilitätsressort setzt man auf die Verbindung von E-Biking mit thematischen Erlebnisrundwegen.

 

Durch die Kommunikation von geeigneten Rundverläufen, auf denen Elektromobilität nicht nur ausprobiert, sondern mit einem Gesamterlebnis verbunden werden kann, können neue Zielgruppen besonders gut involviert werden. Diese Überlegung führte das Landesressort für Mobilität zur Entwicklung eines ersten thematischen E-Bike-Rundverlaufs in Kaltern und Umgebung. Das Konzept, das hinter den so genannten „E-Bike-Genusswegen“ steckt, präsentierte Landesrat Widmann im neu eröffneten Radverleih im Pflegstadl am Kalterer Rottenburgerplatz.

 

„Die Unterstützung und Förderung neuer Mobilitätsformen wie der Elektromobilität ist mir ein großes Anliegen, um das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs durch zusätzliche sanfte Fortbewegungsmöglichkeiten zu erweitern“, betonte Landesrat Widmann.

 

„Es reicht aber nicht, E-Bikes zu verkaufen bzw. zu verleihen. Die Leute, die auf das neue Angebot spontan zurückgreifen, sind nämlich bereits für das Thema offen bzw. daran interessiert“, so Widmann.

 

Ziel der Initiative in Kaltern sei es vielmehr, neue Zielgruppen ansprechen, etwa Personen, die kaum oder nie auf das Fahrrad in der Freizeitgestaltung zurückgreifen und die die Bequemlichkeit des Autos bevorzugen - Personen, die sich vom klassischen Radverleih nicht angesprochen fühlen.

 

Nicht vorrangig sportliche Beweggründe, sondern Entspannung und Genuss sollen die potentiellen Nutzer zum Umsteigen vom Auto auf das Pedelec bewegen. Als erster Pilotstandort wurde Kaltern auserkoren: die Umgebung eignet sich aufgrund der Geländebeschaffenheit mit den zahlreichen, aber mäßigen Steigungen besonders gut für das Befahren mit E-Bike. Das Erlebnis, mit dem die E-Bike-Touren hier in Verbindung gebracht werden, ist - wie könnte es anders sein - der Wein.

 

Mit diesem Ziel hat das Ressort für Mobilität, ausgehend von der Landeshauptstadt und dem Radverleih am Bahnhof Bozen Süd einen längerer Rundparcours gewählt, der die Besucher ins Überetsch führt. Hier können diese zwischen verschiedenen „Weinrouten“ wählen, die zu den zahlreichen Kellereien der Umgebung führen. Die Weinradrouten selbst wurden vom Verein Südtiroler Weinstraße entworfen und in einem Radführer zusammengefasst, den Weinstraßen-Präsident Manfred Vescoli im Anschluss vorstellte.

 

An den wichtigsten Kreuzungspunkten der Radrouten wird eine Beschilderung auf die Themenparcours hinweisen.

 

Als geeigneter Standort für den Radverleih wurde mit dem Kalterer Rottenburgerplatz ein Schnittpunkt zum ÖPNV ausgemacht. Da der neue Radverleih in das landesweite Netzwerk „Südtirol Rad“ integriert ist und die Fahrräder bzw. E-Bikes mit dem Kombiticket bikemobil Card genutzt werden können bestehen wichtige Synergien mit dem öffentlichen Nahverkehr.

 

Kaltern sei aber erst ein Anfang - weitere Projekte in diese Richtung sollen künftig in weiteren Landesteilen entstehen, so Widmann. Ein entsprechendes Projekt sei derzeit auch in Ratschings in den Startlöchern.

 

(ck)

 

publiziert am 18.07.2011

Interreg Logo